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	<title>Fahrrad Archives - MobileInclusion</title>
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	<description>Forschung zu Mobilität und Sozialer Ausgrenzung</description>
	<lastBuildDate>Thu, 23 May 2019 10:08:02 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Wenn das Fahrrad Möglichkeitsräume eröffnet – der Verein #BIKEYGEES e. V.</title>
		<link>https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wenn-das-fahrrad-moeglichkeitsraeume-eroeffnet-der-verein-bikeygees-e-v/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elena Abt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2019 10:47:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Teilhabe]]></category>
		<category><![CDATA[Capability Approach]]></category>
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		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltgerechtigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn das Fahrrad Möglichkeitsräume eröffnet – der Verein #BIKEYGEES e. V.  Der Berliner Verein #BIKEYGEES e.V. setzt auf das Empowerment von (geflüchteten) Frauen: durch Radfahrtrainings helfen die Ehrenamtlichen den Frauen, mobiler zu werden – und schaffen damit die Voraussetzung für Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Seit drei Jahren gibt es die #BIKEYGEES.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:0px;padding-right:40px;padding-bottom:0px;padding-left:40px;margin-bottom: 0px;margin-top: 0px;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#eae9e9;border-style:solid;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last fusion-column-no-min-height" style="margin-top:0px;margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><style type="text/css"></style><div class="fusion-title title fusion-title-1 sep-underline sep-solid fusion-title-text fusion-title-size-one" style="border-bottom-color:#e0dede;margin-top:40px;margin-right:0px;margin-bottom:15px;margin-left:0px;"><h1 class="title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:34;line-height:1.4;"><h1><b>Wenn das Fahrrad Möglichkeitsräume eröffnet – der Verein #BIKEYGEES e. V.</b></h1></h1></div><div class="fusion-text fusion-text-1"><p>Der Berliner Verein #BIKEYGEES e.V. setzt auf das Empowerment von (geflüchteten) Frauen: durch Radfahrtrainings helfen die Ehrenamtlichen den Frauen, mobiler zu werden – und schaffen damit die Voraussetzung für Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.</p>
<p>Seit drei Jahren gibt es die #BIKEYGEES. Im Herbst 2015 fingen Annette Krüger und Anne Seebach damit an, geflüchteten Frauen in einer Berliner Notunterkunft das Radfahren beizubringen. Diese Idee stieß auf großes Interesse: „Die Resonanz war wirklich enorm, da haben wir gemerkt, dass es ja ein Wespennest ist, in das wir gestochen haben“, berichtet Annette Krüger rückblickend.<sup class='footnote'><a href='#marker-905-1' id='markerref-905-1' onclick='return footnotation_show(905)'>1</a></sup> Die Rückmeldungen bestärkten die Initiatorinnen in ihrem Tun, woraufhin sie im Jahr 2016 den #BIKEYGEES e.V. gründeten und als gemeinnützigen Verein für Bildungs- und Kulturarbeit anmeldeten. Mittlerweile ist der Verein Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbands und hat sich in Berlin zu einer Anlaufstelle für Frauen etabliert. Frauen und Mädchen mit und ohne Fluchterfahrung können an kostenlosen Radfahrtrainings teilnehmen, wobei neben den praktischen &#8218;Fahrskills&#8216; auch theoretischer Verkehrsunterricht in verschiedenen Sprachen angeboten wird. Zudem lernen die Frauen Selbsthilfe-Grundlagen, um ihr Fahrrad selbst instandzuhalten.<sup class='footnote'><a href='#marker-905-2' id='markerref-905-2' onclick='return footnotation_show(905)'>2</a></sup><span class="Apple-converted-space"><br />
</span></p>
<h2>„Einfach machen“: Die Strategie der #BIKEYGEES</h2>
<p>Das Angebot ist bewusst niedrigschwellig: unter dem Motto „Einfach machen“ kommen Frauen und Mädchen unterschiedlicher Herkunft und Religion, unabhängig von Status und Fluchterfahrung, zusammen und helfen sich gegenseitig. Viele der über 500 ehemaligen Teilnehmerinnen fungieren als Multiplikatorinnen: Sie führen selbstständig Trainings durch und geben ihr Wissen direkt weiter.<sup class='footnote'><a href='#marker-905-3' id='markerref-905-3' onclick='return footnotation_show(905)'>3</a></sup> „Wir wollen einfach, dass die Frauen wachsen können, Fahrrad fahren können und sich unabhängig bewegen können“, sagt Annette Krüger.<sup class='footnote'><a href='#marker-905-1' id='markerref-905-1' onclick='return footnotation_show(905)'>1</a></sup> Durch die #BIKEYGEES wird den Teilnehmerinnen selbstständige Mobilität ermöglicht. Fahrradfahren verbindet und gibt Selbstvertrauen. Nach nur einem Übungstag kann bereits eine spürbare und sichtbare Veränderung der Lebensrealität der Frauen erreicht werden. Die Fähigkeit, sich selbstbestimmt auf dem Rad zu bewegen, verschafft ihnen ein unmittelbares Erfolgserlebnis.</p>
</div><div class="fusion-image-carousel fusion-image-carousel-auto fusion-image-carousel-1 lightbox-enabled" id="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1.jpg"><div class="fusion-carousel" data-autoplay="no" data-columns="2" data-itemmargin="13" data-itemwidth="180" data-touchscroll="no" data-imagesize="auto"><div class="fusion-carousel-positioner"><ul class="fusion-carousel-holder"><li class="fusion-carousel-item"><div class="fusion-carousel-item-wrapper"><div class="fusion-image-wrapper hover-type-liftup"><a data-rel="iLightbox[image_carousel_1]" data-title="frauentreff_hohensch1" aria-label="frauentreff_hohensch1" href="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1-300x183.jpg" target="_self"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="960" height="585" src="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1.jpg" class="attachment-full size-full wp-image-910" alt="" srcset="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1-200x122.jpg 200w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1-300x183.jpg 300w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1-400x244.jpg 400w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1-600x366.jpg 600w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1-768x468.jpg 768w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1-800x488.jpg 800w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1.jpg 960w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></a></div></div></li></ul></div></div></div><div class="fusion-text fusion-text-2"><h2>Fahrradfahren ist mehr als Mobilität</h2>
<p>Das Projekt #BIKEYGEES lässt sich dem Befähigungsansatz des Capability Approach zuordnen, der auf den Ökonomen Amartya Sen zurückgeht und von der Philosophin Martha Nussbaum weiterentwickelt wurde. Armut und Reichtum messen sie nicht nur an der Verteilung von Gütern, sondern an den allgemeinen und individuellen Verwirklichungschancen eines Menschen.<sup class='footnote'><a href='#marker-905-5' id='markerref-905-5' onclick='return footnotation_show(905)'>5</a></sup> Dieser gerechtigkeitstheoretische Ansatz verbindet das Streben nach individueller Entfaltung mit dem Streben nach gesellschaftlicher Veränderung. Dabei ist Mobilität ein wesentlicher Faktor, um soziale Interaktion zu ermöglichen. Bei der Bottom-Up-Initiative #BIKEYGEES befähigen die Trainerinnen die Frauen, ihre Mobilität eigenständig zu gestalten zu und eröffnen ihnen Möglichkeitsräume. Die Frauen können selbstverantwortlich über ihre Mobilität entscheiden. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, um strukturellen Benachteiligungen entgegenzuwirken.</p>
</div><div class="fusion-image-carousel fusion-image-carousel-auto fusion-image-carousel-2 lightbox-enabled" id="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1.jpg"><div class="fusion-carousel" data-autoplay="no" data-columns="2" data-itemmargin="13" data-itemwidth="180" data-touchscroll="no" data-imagesize="auto"><div class="fusion-carousel-positioner"><ul class="fusion-carousel-holder"><li class="fusion-carousel-item"><div class="fusion-carousel-item-wrapper"><div class="fusion-image-wrapper hover-type-liftup"><a data-rel="iLightbox[image_carousel_2]" data-title="frauentreff_hohensch2" aria-label="frauentreff_hohensch2" href="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2-300x115.jpg" target="_self"><img decoding="async" width="952" height="366" src="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2.jpg" class="attachment-full size-full wp-image-911" alt="" srcset="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2-200x77.jpg 200w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2-300x115.jpg 300w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2-400x154.jpg 400w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2-600x231.jpg 600w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2-768x295.jpg 768w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2-800x308.jpg 800w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2.jpg 952w" sizes="(max-width: 952px) 100vw, 952px" /></a></div></div></li></ul></div></div></div><div class="fusion-text fusion-text-3"><h2>„Jede Frau sollte Fahrrad fahren können. Und dürfen.“</h2>
<p>Bisher hat der Verein 597 Frauen und Mädchen aufs Rad gebracht, 87 Trainings durchgeführt und 164 Fahrrad-Sets – ein gebrauchtes Fahrrad, ein Helm, ein Schloss – an Absolventinnen ausgehändigt. Zudem wurden den #BIKEYGEES zahlreiche Auszeichnungen verliehen, u.a. der Deutsche Fahrradpreis 2018.<sup class='footnote'><a href='#marker-905-2' id='markerref-905-2' onclick='return footnotation_show(905)'>2</a></sup> Mit Hilfe von Fördermitteln der Deutschen Fernsehlotterie werden seit Februar 2019 auch in den Berliner Randgebieten Marzahn/Hohenschönhausen Trainings durchgeführt und begleitende Integrationstouren zum Vernetzen angeboten. „Das Fahrrad ist ein gutes Vehikel, um Menschen aller Herkunft und politischer Grundeinstellung zusammen zu bringen und gegebenenfalls Ressentiments abzubauen.“<sup class='footnote'><a href='#marker-905-1' id='markerref-905-1' onclick='return footnotation_show(905)'>1</a></sup></p>
<p>Trotz dieser Erfolge ist die Finanzierung<span class="Apple-converted-space">  </span>nach wie vor nicht gesichert: Der Fortbestand des Projekts ist abhängig von finanziellen Fördermitteln und gespendeten Fahrrädern, das Team von #BIKEYGEES engagiert sich größtenteils ehrenamtlich. Dabei leistet der Verein einen wichtigen Beitrag, um mobilitätsbezogener Exklusion und zugleich der zunehmenden Spaltung der Bevölkerung entgegenzuwirken. Das interkulturelle Berliner Projekt zeigt: Es bedarf manchmal nur einfacher Mittel, um den Mobilitätsalltag von Menschen nachhaltig zu verändern. Denn, um es mit den Worten der #BIKEYGEES zu sagen: „Jede Frau auf der Welt sollte Fahrrad fahren können. Und dürfen.“<sup class='footnote'><a href='#marker-905-1' id='markerref-905-1' onclick='return footnotation_show(905)'>1</a></sup></p>
</div><div class="fusion-video fusion-youtube" style="max-width:600px;max-height:360px;"><div class="video-shortcode"><iframe title="YouTube video player 1" src="https://www.youtube.com/embed/a7IGxNfoSvs?wmode=transparent&autoplay=0" width="600" height="360" allowfullscreen allow="autoplay; fullscreen"></iframe></div></div><div class="fusion-text fusion-text-4"><p>&nbsp;</p>
<p>Die kostenlosen Fahrtrainings finden in Berlin Kreuzberg und in Hohenschönhausen/Marzahn statt. Aktuelle Termine und Aktionen unter: <a href="http://bikeygees.org/de/">http://bikeygees.org/de/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-5"><div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img decoding="async" src="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2018/04/ElenaA_SW.png" width="100"  height="100" alt="Elena Abt" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/author/elena/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Elena Abt</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Studentische Hilfskraft am Fachgebiet für integrierte Verkehrsplanung an der TU Berlin, Mitarbeiterin im Projekt MobileInclusion.<br />
Arbeitsschwerpunkte: Qualitative Analysen sozialer Ausgrenzung, Öffentlichkeitsarbeit.</p>
</div></div><div class="saboxplugin-web "><a href="https://www.ivp.tu-berlin.de/menue/home/" target="_self" >www.ivp.tu-berlin.de/menue/home/</a></div><div class="clearfix"></div></div></div>
</div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;margin-bottom: 0px;margin-top: 0px;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#eae9e9;border-style:solid;" ></div><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-3 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;margin-bottom: 0px;margin-top: 0px;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#eae9e9;border-style:solid;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="margin-top:0px;margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><div class="fusion-text fusion-text-6"></div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div></p>
<div class="credits-overlay" style="background-color:#ffffff" data-target=".wp-image-906">Photo: <a href="" target="_blank">#BIKEYGEES e.V.</a> | <a href="">CC-Lizenz BY_SA</a></div>
<div class='footnotes' id='footnotes-905'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='marker-905-1'> Unveröffentlichte Interviewpassage mit Annette Krüger erhoben von Stephan Daubitz im Rahmen des Forschungsprojekts „MobileInclusion“ <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-1'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-905-2'> #BIKEYGEES e.V. (Hg.) (o.J.): About Bikeygees e.V. Berlin. Online verfügbar unter: http://bikeygees.org/de/ <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-2'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-905-3'> #BIKEYGEES e.V. (Hg.) (2019): Bikeygees e.V. Berlin. Radfahrtraining für geflüchtete Frauen. Online verfügbar unter: http://bikeygees.org/wp-content/uploads/2019/01/2019-JAN-BIKEYGEES-min.pdf <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-3'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-905-4'> Unveröffentlichte Interviewpassage mit Annette Krüger erhoben von Stephan Daubitz im Rahmen des Forschungsprojekts „MobileInclusion“ <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-4'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-905-5'> Comim, Flavio; Qizilbash, Mozaffar; Alkire, Sabina (Hg.) (2008): The Capability Approach. Concepts, Measures and Applications. Cambridge: Cambridge University Press. Online verfügbar unter https://doi.org/10.1017/CBO9780511492587 <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-5'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-905-6'> #BIKEYGEES e.V. (Hg.) (o.J.): About Bikeygees e.V. Berlin. Online verfügbar unter: http://bikeygees.org/de/ <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-6'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-905-7'> Unveröffentlichte Interviewpassage mit Annette Krüger erhoben von Stephan Daubitz im Rahmen des Forschungsprojekts „MobileInclusion“ <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-7'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-905-8'> Unveröffentlichte Interviewpassage mit Annette Krüger erhoben von Stephan Daubitz im Rahmen des Forschungsprojekts „MobileInclusion“ <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-8'>&#8629;</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<title>Wenn die Existenz an einem Fahrrad hängt</title>
		<link>https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wenn-die-existenz-an-einem-fahrrad-haengt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephan Daubitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 May 2018 07:45:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Teilhabe]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die Existenz an einem Fahrrad hängt  Der Film "Fahrraddiebe" zeigt, wie der Verlust des Fahrrads zu sozialer Ausgrenzung führen kann In einem qualitativen Interview zum Thema Mobilität und Armut[7. Unveröffentlichte Interviewpassage erhoben von Stephan Daubitz im Rahmen eines Promotionsprojekts] schilderte eine alleinerziehende Hartz IV-Empfängerin mir den Diebstahl ihres Fahrrads. Was die Sache für sie</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-4 hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:0px;padding-right:40px;padding-bottom:0px;padding-left:40px;margin-bottom: 0px;margin-top: 0px;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#eae9e9;border-style:solid;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last fusion-column-no-min-height" style="margin-top:0px;margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><style type="text/css"></style><div class="fusion-title title fusion-title-2 sep-underline sep-solid fusion-title-text fusion-title-size-one" style="border-bottom-color:#e0dede;margin-top:40px;margin-right:0px;margin-bottom:15px;margin-left:0px;"><h1 class="title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:34;line-height:1.4;"><h1>Wenn die Existenz an einem Fahrrad hängt</h1></h1></div><div class="fusion-text fusion-text-7"><h2>Der Film &#8222;Fahrraddiebe&#8220; zeigt, wie der Verlust des Fahrrads zu sozialer Ausgrenzung führen kann</h2>
<p>In einem qualitativen Interview zum Thema Mobilität und Armut<sup class='footnote'><a href='#marker-552-1' id='markerref-552-1' onclick='return footnotation_show(552)'>1</a></sup> schilderte eine alleinerziehende Hartz IV-Empfängerin mir den Diebstahl ihres Fahrrads. Was die Sache für sie noch schlimmer machte: Das Fahrrad hatte sie sich von einer Freundin geliehen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<blockquote>
<p>„Das war richtig doof. Da denkt man auch: Warum machen das Leute? Das waren wirklich Mühlen, das waren keine tollen Fahrräder. Und ich kam mir halt vor wie in diesem neorealistischen Film da, ‚Die Fahrraddiebe‘“.</p>
</blockquote>
<h2>Das Fahrrad: Ein Schlüssel zur Arbeit</h2>
<p>Der Film, den die Mutter benennt, ist ein Werk des italienischen Regisseurs Vittorio de Sica aus dem Jahre 1948. Auch nach 70 Jahren ist er offenbar immer noch präsent. Er erzählt die Geschichte des arbeitslosen Antonio Ricci (gespielt vom Laiendarsteller Lamberto Maggiorani), der eine Stelle als Plakatankleber erhält. Grundvoraussetzung ist der Besitz eines Fahrrads, um die Arbeit zu bewältigen. Also löst Ricci sein verpfändetes Fahrrad wieder gegen Bettwäsche aus, damit er den Job annehmen kann. Das Glück währt jedoch nicht lange. Das Fahrrad wird ihm von einem jungen Mann unter Mithilfe von Komplizen gestohlen. Für Ricci eine Katastrophe, da seine Existenz gefährdet ist und er nun mit leeren Händen dasteht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2>Fahrräder klauen ist ein Armutsdelikt</h2>
<p>Ricci macht sich mit seinem kleinen Sohn Bruno auf die Suche nach dem verlorenen Rad. Sie können den Dieb zwar ausfindig machen, finden aber das Fahrrad nicht. Ricci muss feststellen, dass der Dieb in noch elenderen Verhältnissen lebt als er. Nach einer Recherche der „Tageszeitung“ scheint der Fahrraddiebstahl in Berlin auch heute noch ein Armutsdelikt zu sein<sup class='footnote'><a href='#marker-552-2' id='markerref-552-2' onclick='return footnotation_show(552)'>2</a></sup>.<span class="Apple-converted-space"><br />
</span>Ricci muss jedenfalls endgültig das Feld räumen, als Einwohner des Armenviertels ihn bedrohen. Erschöpft landet er mit seinem Sohn vor einem Fußballstadion, wo er mit ansehen muss, wie sich tausende von Besucher nach Abpfiff des Spieles auf ihre Fahrräder schwingen. An einer Hauswand sieht er ein Fahrrad an einer Hauswand lehnen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nun reift in Ricci der Gedanke, dieses Fahrrad zu stehlen, um seine Probleme zu lösen. In dieser Szene werden die Ausgeschlossenheit und die Verzweiflung besonders deutlich: Ricci steht in der Fülle von Fahrrädern und hat selbst keines. Er ist hin- und hergerissen. Schließlich entschließt er sich zum Diebstahl, wird jedoch von Passanten gestellt. Sein Sohn Bruno drängt sich mit entsetztem Gesicht in die Menge, die seinen Vater festhält und ihn zur Polizei bringen möchte. Der Besitzer des gestohlenen Fahrrads hat jedoch Mitleid und verzichtet auf eine Anzeige. Der Film endet damit, wie Ricci und Bruno zu Fuß in der Masse verschwinden. Bruno hält dabei seinen beschämten und verstörten Vater an der Hand.</p>
<h2>Fahrrad geklaut: Auch nach 70 Jahren ein herber Einschnitt in den Alltag</h2>
<p>Auch wenn der Film in der italienischen Nachkriegsgesellschaft spielt, präsentiert er universelle Grundmuster, die sich auch heute noch beobachten lassen. Mit dem Verlust des Fahrrads wird der Protagonist zu einem Getriebenen, der alles daransetzt, sein Rad wieder zu gewinnen. Dabei vergisst er seinen Sohn, der beinahe von einem Auto überfahren wird. Darüber hinaus behandelt er Bruno ungerecht und flüchtet sich in seiner Verzweiflung zu einer Wahrsagerin.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Diebstahl eines Fahrrads kann auch heute noch ähnliche emotionale Gefühle auslösen. Ähnlich wie Ricci muss man sich nach einem Diebstahl des Fahrrads damit abfinden, dass man dieses nicht mehr wiedersieht. Und ähnlich wie im Film kann man sich kaum Hoffnung machen, dass die Polizei das gestohlene Rad wiederbeschafft.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Für das Jahr 2016 wurden 332.000 Fahrraddiebstähle in Deutschland erfasst. Inzwischen machen selbst ernannte <a href="http://www.bike-hunter.de/">„Bike-Hunter“</a> sich ähnlich wie Ricci und Bruno auf die Suche nach gestohlenen Rädern. Ob das hilft? Klar ist, dass der Verlust gerade für Hartz IV-Bezieher_innen ein harter Schlag ist. Denn der Ersatz bedeutet Kosten, für die zumeist kein Geld da ist. Und was noch schwerer wiegt: Mit dem Fahrrad wird ihnen eines der wichtigsten Verkehrsmittel genommen, das ihnen im Alltag zur Verfügung steht.</p>
<p>Der Film „Fahrraddiebe“ ist inzwischen in einer synchronisierten Fassung auf DVD erschienen. Jedoch ist er wohl zu erschwinglichen Preisen nicht mehr zu haben. Es lohnt sich aber, in der Stadtbibliothek vorbeizuschauen und den Film auszuleihen.</p>
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</div><div class="fusion-text fusion-text-8"><div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img decoding="async" src="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2018/02/Daubitz-square-1.jpg" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/author/stephan/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Stephan Daubitz</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet für integrierte Verkehrsplanung an der TU Berlin. Bearbeiter des Projekts MobileInclusion. Leidenschaftlicher Wanderer.<br />
Arbeitsschwerpunkte: Qualitative Analysen sozialer Ausgrenzung. Entwicklung von Strategien und Maßnahmen.</p>
<p><a href="http://www.ivp.tu-berlin.de/menue/ueber_uns/team/wissenschaftliche_mitarbeiter_innen/stephan_daubitz/" rel="noopener">Forschungsprofil bei der TU Berlin</a></p>
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</div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-5 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;margin-bottom: 0px;margin-top: 0px;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#eae9e9;border-style:solid;" ></div></p>
<div class="credits-overlay" style="background-color:#ffffff" data-target=".wp-image-556">Photo: <a href="https://www.flickr.com/photos/roland/8680356668/in/photolist-ee46BS-GR5zdm-bxUZHs-dYpcns-dPEXP7-bPWFJH-gFatY9-9on3XC-cQFU8w-R57W7H-nFarUb-pT9vKv-7BtgW2-adJqLw-beEXxe-dgQcyA-B16Vuk-C7S5KZ-7XSrz1-7kyRM-aPRepM-c9NA71-GHkQHr-NJ5VVk-LPNsY8-j9FbgC-25cYeod-23BCumH-fvZGqs-n2fBJZ-qweeHd-Y3hVHq-f7jKSn-ffrwHM-4YSdjL-8ww1bm-beBQNt-eeidt1-bPMyWk-aDwRsU-xHuRxv-8F7aBu-aoG5i4-5YC3HA-dnuXAc-9PVRZY-hf719g-ucuvkA-9Yx2dW-65EceU" target="_blank">Roland Tanglao</a> | <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-Lizenz BY_SA</a></div>
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<li id='marker-552-1'> Unveröffentlichte Interviewpassage erhoben von Stephan Daubitz im Rahmen eines Promotionsprojekts <span class='returnkey'><a href='#markerref-552-1'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-552-2'> Kersten Augustin, 07.05.2016: <a href="https://www.taz.de/!5300572/">Fang den Dieb</a> <span class='returnkey'><a href='#markerref-552-2'>&#8629;</a></span></li>
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