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	<title>Fahrrad Archives - MobileInclusion</title>
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	<description>Forschung zu Mobilität und Sozialer Ausgrenzung</description>
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		<title>Lastenräder für Menschen in Armut – ungenutztes Potenzial</title>
		<link>https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/lastenraeder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephan Daubitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2021 19:04:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Erreichbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lastenrad]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmitteltafel]]></category>
		<category><![CDATA[Nahmobilität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lastenräder für Menschen in Armut – ungenutztes Potenzial    Wenn man ein Interview geführt hat, das Aufnahmegerät schon verpackt ist und man sich verab-schieden möchte, passiert es hin und wieder, dass einem doch noch relevante Informationen auf den Weg mitgegeben werden. Dies war auch bei einem Interview im Falkenhager Feld der Fall.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:0px;padding-right:40px;padding-bottom:0px;padding-left:40px;margin-bottom: 0px;margin-top: 0px;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#eae9e9;border-style:solid;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last fusion-column-no-min-height" style="margin-top:0px;margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><style type="text/css"></style><div class="fusion-title title fusion-title-1 sep-underline sep-solid fusion-title-text fusion-title-size-one" style="border-bottom-color:#e0dede;margin-top:40px;margin-right:0px;margin-bottom:15px;margin-left:0px;"><h1 class="title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:34;line-height:1.4;"><h1>Lastenräder für Menschen in Armut – ungenutztes Potenzial</h1></h1></div><div class="fusion-text fusion-text-1"><div class="fusion-text fusion-text-1"></div>
<p>Wenn man ein Interview geführt hat, das Aufnahmegerät schon verpackt ist und man sich verab-schieden möchte, passiert es hin und wieder, dass einem doch noch relevante Informationen auf den Weg mitgegeben werden. Dies war auch bei einem Interview im Falkenhager Feld der Fall.</p>
<h2>„Warum kann man eigentlich keine Lastenräder bei der Lebensmitteltafel ausleihen?“</h2>
<p>Das Interview mit einer Frau, die regelmäßig die Ausgabestelle der Lebensmitteltafel der Evangelischen Luthergemeinde im Paul-Schneider-Haus in der Schönwalder Straße 23 nutzt, war beendet, wir standen uns gegenüber und ich war schon im Begriff zu gehen. Sie hatte unseren <a href="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/material/">Mobilitätsratgeber</a> in der Hand, blätterte ihn kurz auf und schloss ihn wieder. Unvermittelt sagte sie zu mir: „<em>Wissen Sie, was ich nicht verstehe? Warum kann man eigentlich keine Lastenräder bei der Lebensmitteltafel ausleihen? Da würden sie doch gebraucht. Das wäre doch eine Möglichkeit</em>“. Und schon entspann sich ein Gespräch über diesen Vorschlag.</p>
<p>Durch die Feldarbeit kannte ich die Situation vor der Ausgabestelle, da ich dort zu der Ausgabezeit versuchte, Menschen für unsere Befragung zu gewinnen. Der Vorschlag der Frau leuchtete mir unmittelbar ein. Ich hatte beobachten können wie unkomfortabel und mühselig die Nutzer*innen der Tafel ihre Ware transportierten. Die Interviewpartnerin gehört zu einer Gruppe, die regelmäßig Kontakt zu Mitarbeiter*innen von sozialen Trägern sucht, um Informationen oder Güter zu erhalten. Diese Gruppe ist für Interventionen oder neue Mobilitätsdienstleistungen offen, wenn sie den Mobilitätsalltag erleichtern und finanziell barrierefrei sind. Nach dem Hinweis der Frau nahmen wir das Thema &#8222;Lastenrad leihen&#8220;  in die folgenden Interviews auf, um ein Bild über das mögliche Potenzial zu gewinnen.</p>
<h2>Unkenntnis, Ablehnung und Begeisterung:<br />
drei typische Sichtweisen auf das Lastenrad</h2>
<p>Im weiteren Verlauf der Interviews gab es unterschiedliche Reaktionen zu der Möglichkeit, ein Lastenrad für Einkäufe etc. zu nutzen. Abhängig vom Mobilitätstyp<sup class='footnote'><a href='#marker-1920-1' id='markerref-1920-1' onclick='return footnotation_show(1920)'>1</a></sup> ließen sich drei Reaktionen unterscheiden:</p>
<p><strong>Es liegt kein Wissen über das Verkehrsmittel Lastenrad vor:<br />
</strong>Bei interviewten Personen, die über wenig Mobilitätskompetenzen verfügen bzw. wenig Wissen über Mobilitätsmöglichkeiten haben, musste in den Interviews die Funktionsweise und die Möglichkeiten eines Lastenrads erst erklärt werden.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>MobileInclusion: Es gibt ja hier in Spandau und gerade auch im Falkenhagener Feld so ein Angebot mit kostenlosen Lastenrädern, die man sich ausleihen kann. Wäre das was für dich? </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>P: Kostenlose Lasten…? Ich weiß nicht, was ein Lastenrad jetzt ist.</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>MobileInclusion: Okay, also ein Fahrrad, wo man einen Aufbau hat, wo du Sachen reintun kannst. Wo man z. B. Lebensmitteleinkäufe transportieren kann. Also so ein Fahrrad ist das, ne? </em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>P: Das ist aber … Das wusste ich auch noch nicht.</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>MobileInclusion: Wäre das ein Angebot oder würdest du so was nutzen? Oder ist das dann eher, wo du sagst: Das passt doch nicht so ganz. Was meinst du?</em></p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>P: Würde auf jeden Fall mehr als nur eine Überlegung sein. Weil ich denke jetzt mal an meine Mum zum Beispiel, auch da fahre ich in der Regel mit gleich mehreren Sachen bewaffnet hin. In die Bahn kann man ein Rad ja mitnehmen. Bis zum Rathaus damit zu fahren, ist ja nun nicht das Ding. Aber insofern, ja, würde schon hier und da in Frage kommen. (P27:57)</em></p>
<p>In diesen Fällen wurden die interviewten Personen mit einer neuen Möglichkeit konfrontiert. Im Idealfall gingen die Befragten, wie im vorgestellten Fall, gedanklich durch, wie so ein Angebot ihren Mobilitätsalltag verändern könnte.</p>
<p><strong>Lastenräder werden für die eigene Nutzung abgelehnt:<br />
</strong>Interviewte Personen schließen die Nutzung von Lastenrädern von vornherein aus. So wird das Lastenrad beispielsweise mit einem bestimmten Lebensstil verbunden, von dem man sich bewusst abgrenzen möchte. In einer Diskussion bei einem sozialen Träger mit einkommensarmen Bewohner*innen aus Spandau formulierten diese, dass sich ein Lastenrad nur „Besserverdienende“ und „Ökos“ leisten könnten. Das Lastenrad wird an diesem Punkt durchaus emotional aufgeladen, wobei deutlich der eigene Ausschluss wahrgenommen wird. Die Reaktion ist an dieser Stelle verständlich, jedoch nicht konstruktiv, denn eine Nutzung wird von vornherein emotional ausgeschlossen.</p>
<p>Als einen weiteren Ausschlussgrund für die Nutzung eines Lastenrads wird indirekt die fehlende Infrastruktur thematisiert. Jedoch wird an dieser Stelle von den Interviewten nicht eine Erweiterung bzw. Anpassung von Wegen für die Nutzung für Lastenräder gefordert, sondern gleich die Nutzung als zu beschwerlich wahrgenommen und damit als Verkehrsmittel ausgeschlossen. So wird von einem Wilhelmsburger Anwohner geschildert:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>„Das Problem ist, [d]a, wo ich durch muss, ist so eine Brücke. Und da kommen Sie nicht durch mit diesem Lastenrad, weil da sind solche Begrenzungspfeiler. Da kommen Sie mit dem Fahrrad durch, mit einem Lastenrad kommen Sie da aber nicht durch. Das heißt, Sie müssen ganz rum fahren. Das wäre das Problem. Ich weiß auch gar nicht, wie teuer so ein Lastenrad ist.“ (P20:19)</em></p>
<p>Und eine Frau aus Steilshoop erzählt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>„Das ist breiter, ne? Ja, da muss man immer aufpassen wegen der Straße, wenn das zu breit ist. Also ich finde ja schon die Mütter, die mit die Kinder da in diesem Transporter mitfahren, finde ich schon echt immer gefährlich, ne?, wenn die Straßen schmal sind. Und auf dem Fußgängerweg kann man damit auch nicht fahren. Dann hat man gleich mal die Stinkefinger im Gesicht. Das ist also; finde ich ein bisschen gefährlich in Hamburg.“ (P26:17)</em></p>
<p><strong>Lastenräder würden gerne genutzt werden:<br />
</strong>Für diejenigen, für die Mobilität einen hohen Stellenwert in ihrem Leben einnimmt und die über hohe Mobilitätskompetenzen verfügen, stellt die Nutzung eines Lastenrades eine Option dar, die aber aufgrund der finanziellen Barriere der Anschaffung nicht realisiert werden kann. Exemplarisch sei die Begeisterung eines Anwohners von Wilhelmsburg angeführt:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>„Teuer. Aber sonst, das sollte es auf jeden Fall auch geben,  finde ich gut. Ich hab sogar schon eins gesehen, da war eine Europalette hinten drauf. Also da war der Korb nicht vorne, sondern hinten, wie so ein kleiner Lastwagen. Mit Akku und Bla. Also auch mit Unterstützung, damit das nicht so schwer ist. Geil. Also ich dachte nur: Echt geil. Eine ganze Europalette.“ (P18:37)</em></p>
<p>Das Lastenrad ist somit auch für Personen interessant, die schon sehr lange in sozial prekären Armutslagen leben und Routinen entwickelt haben, die auf das Ziel des ‘Überlebens‘ ausgerichtet sind. Sie sind trotz ausgeprägter Routinen offen dafür, festgefügte Alltagsstrukturierungen zu verändern, wenn sie bei der Alltagsbewältigung nützlich sind.</p>
</div><div class="fusion-image-carousel fusion-image-carousel-auto fusion-image-carousel-1 lightbox-enabled"><div class="fusion-carousel" data-autoplay="no" data-columns="2" data-itemmargin="13" data-itemwidth="180" data-touchscroll="no" data-imagesize="auto"><div class="fusion-carousel-positioner"><ul class="fusion-carousel-holder"><li class="fusion-carousel-item"><div class="fusion-carousel-item-wrapper"><div class="fusion-image-wrapper hover-type-liftup"><a data-rel="iLightbox[image_carousel_1]" data-title="Todd Fahrner_flickr.com_CC-BY-SA 2.0" aria-label="Todd Fahrner_flickr.com_CC-BY-SA 2.0" href="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2021/03/Todd-Fahrner_flickr.com_CC-BY-SA-2.0_bearbeitet.jpg" target="_self"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1241" height="848" src="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2021/03/Todd-Fahrner_flickr.com_CC-BY-SA-2.0_bearbeitet.jpg" class="attachment-full size-full wp-image-1923" alt="" srcset="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2021/03/Todd-Fahrner_flickr.com_CC-BY-SA-2.0_bearbeitet-200x137.jpg 200w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2021/03/Todd-Fahrner_flickr.com_CC-BY-SA-2.0_bearbeitet-300x205.jpg 300w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2021/03/Todd-Fahrner_flickr.com_CC-BY-SA-2.0_bearbeitet-400x273.jpg 400w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2021/03/Todd-Fahrner_flickr.com_CC-BY-SA-2.0_bearbeitet-600x410.jpg 600w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2021/03/Todd-Fahrner_flickr.com_CC-BY-SA-2.0_bearbeitet-768x525.jpg 768w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2021/03/Todd-Fahrner_flickr.com_CC-BY-SA-2.0_bearbeitet-800x547.jpg 800w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2021/03/Todd-Fahrner_flickr.com_CC-BY-SA-2.0_bearbeitet-1024x700.jpg 1024w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2021/03/Todd-Fahrner_flickr.com_CC-BY-SA-2.0_bearbeitet-1200x820.jpg 1200w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2021/03/Todd-Fahrner_flickr.com_CC-BY-SA-2.0_bearbeitet.jpg 1241w" sizes="(max-width: 1241px) 100vw, 1241px" /></a></div></div></li></ul></div></div></div><div class="fusion-text fusion-text-3"><p><em>Ein Mann transportiert seinen Einkauf im Gartencenter mit einem Lastenrad (Bildquelle: <a href="https://flickr.com/photos/cleverchimp/502659857/">Todd Fahrner via flickr</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC-BY-SA-2.0</a>)</em></p>
<h2>Das Lastenrad als Angebot der Lebensmitteltafel</h2>
<p>Das Lastenrad wird tatsächlich schon von mehreren Tafeln eingesetzt. Es wird beispielsweise in <a href="https://www.tafelgoettingen.org/mit-dem-lastenrad-fuer-tafel-goettingen-unterwegs/">Göttingen</a> für den Transport der Lebensmittelspenden von Einzelhändler*innen genutzt. In <a href="https://www.wolfenbuettel.de/Stadtleben/Das-DRK-verleiht-ein-Lastenfahrrad-an-Jedermann.php?object=tx,2672.5&amp;ModID=7&amp;FID=2672.16380.1&amp;NavID=2672.272">Wolfenbüttel</a> kann bei der Lebensmittelausgabe und Secondhandboutique ein E-Lastenrad ausgeliehen werden, nicht nur für den Transport von Waren, sondern auch für Ausflüge mit Kindern. <a href="https://www.atmosfair.de/de/elektrische-lastenfahrraeder-fuer-gemeinnuetzige-organisationen/">FlixBus und atmosfair</a> haben seit 2016 bereits 16 Lastenräder an gemeinnützige Organisationen gespendet.</p>
<p>In Zeiten von Corona kommen die Lastenräder nun verstärkt auch für die Belieferung von Kund*innen zum Einsatz. Da die Tafeln temporär schließen mussten, ist es notwendig, auf andere Weise die Versorgung der Menschen aufrecht zu erhalten. Hierfür wurden von den Trägern die unterschiedlichsten Formen des Sponsorings gewonnen. Im niedersächsischen <a href="https://www.brv-zeitung.de/startseite_artikel,-Tafel-Lieferungen-direkt-zur-Haustuer-_arid,1765751.html">Bremervörde</a> etwa konnten 9 000 Euro von der Stiftung <em>Aktion Mensch</em> für die Finanzierung eines Lastenrads eingeworben werden.</p>
<p>Das Lastenrad wird also gezielt eingesetzt, um die Situation einkommensarmer Menschen zu verbessern. Das zeigt: Der Einsatz von Lastenrädern stellt eine Option dar, um auch andere Bevölkerungsgruppen zu gewinnen als die zugeschriebene ökologisch orientierte Mittelschicht.</p>
<h2>Wie lässt sich das Lastenrad für einkommensarme Menschen nutzen?<br />
Durch Ausprobieren!</h2>
<p>Die wenigen empirischen Untersuchungen zum Lastenrad weisen darauf hin, dass es vor allem noch von Menschen genutzt wird, die sich das finanziell auch leisten können.<sup class='footnote'><a href='#marker-1920-2' id='markerref-1920-2' onclick='return footnotation_show(1920)'>2</a></sup> Der erste Schritt, um das zu ändern, beginnt bei der Standortwahl: Geeignet ist ein Standort, den einkommensarme Menschen aufsuchen, beispielsweise ein Sozialcafé oder ein Stadtteilzentrum. Damit ist die grundsätzliche Erreichbarkeit gegeben, allerdings braucht es mehr: Unser eigenes empirisches Material gibt Hinweise für die gezielte Ansprache durch eine individuelle Mobilitätsberatung. Diese muss zunächst schlicht informieren und vor allem Möglichkeiten des Ausprobierens schaffen, damit praktische Erfahrungen gesammelt werden können. Darüber hinaus braucht es eine Fahrradinfrastruktur, die eine komfortable Nutzung eines Lastenrads ermöglicht.</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-4"><div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img decoding="async" src="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2018/02/Daubitz-square-1.jpg" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/author/stephan/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Stephan Daubitz</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet für integrierte Verkehrsplanung an der TU Berlin. Bearbeiter des Projekts MobileInclusion. Leidenschaftlicher Wanderer.<br />
Arbeitsschwerpunkte: Qualitative Analysen sozialer Ausgrenzung. Entwicklung von Strategien und Maßnahmen.</p>
<p><a href="http://www.ivp.tu-berlin.de/menue/ueber_uns/team/wissenschaftliche_mitarbeiter_innen/stephan_daubitz/" rel="noopener">Forschungsprofil bei der TU Berlin</a></p>
</div></div><div class="clearfix"></div></div></div>
</div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;margin-bottom: 0px;margin-top: 0px;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#eae9e9;border-style:solid;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="margin-top:0px;margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><div class="fusion-text fusion-text-5"></div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-3 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;margin-bottom: 0px;margin-top: 0px;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#eae9e9;border-style:solid;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="margin-top:0px;margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><div class="fusion-text fusion-text-6"></div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div></p>
<div class="credits-overlay" style="background-color:#ffffff" data-target=".wp-image-1922">Photo: <a href="https://flickr.com/photos/21267164@N07/2294095097/in/photolist-4uHQxK-8tCE9a-5siH3s-tVk1b-5siKBh-9Wn3PU-9WmNxq-5sejFv-FKBrN-5siEtf-8Z1vPm-8ajsPn-tVk2b-9Wjcpg-tVk2x-3JaYkA-6DY7cB-5ohAPG-9yki51-os7wZD-KaWwfL-2kGXM2o-5tLGjD-5qJJPH-5wGpRY-7q4LS2-2gHoxPp-odFZh3-odyrEg-RqxpAQ-ofCsyx-odFYU9-nWnaiV-odFZUW-odRrf8-2kBTD8m-nWn7oB-WFybuG-8hFcWC-2jvUW9M-qZRtow-cewWXs-pisSJc-V3XAdz-75Lfid-9ykjmJ-aK3joR-9yhkjT-5nNYKG-5wBHvt" target="_blank">Stephen Upchurch via flickr</a> | <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC-Lizenz BY_SA</a></div>
<div class='footnotes' id='footnotes-1920'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='marker-1920-1'> Wir haben sieben Typen von Armuts-Mobilität identifiziert. Lesen Sie mehr in unserem <a href="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/material/">Faktenblatt</a>. <span class='returnkey'><a href='#markerref-1920-1'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-1920-2'>Boterman, W. (2020): Carrying class and gender: Cargo bikes as symbolic markers of egalitarian gender roles of urban middle classes in Dutch inner cities, <em>Social and Cultural Geography</em>, 21:2, 245-264, DOI: 10.1080/14649365.2018.1489975.<br />
Riggs, W. (2016): Cargo bikes as a growth area for bicycle vs. auto trips: Exploring the potential for mode substitution behavior, <em>Transportation Research Part F: Traffic Psychology and Behaviour</em>, 43, 48-55, <a href="https://doi.org/10.1016/j.trf.2016.09.017">https://doi.org/10.1016/j.trf.2016.09.017</a>.<br />
Riggs, W. &amp; Schwartz, J. (2018): The impact of cargo bikes on the travel patterns of women, <em>Urban, Planning and Transport Research</em>, 6:1, 95-110, DOI: 10.1080/21650020.2018.1553628.<br />
Becker, S. &amp; Rudolf, C. (2018): The Status Quo of cargo-bikesharing in Germany, Austria and Switzerland, <em>Framing the Third Cycling Century: Bridging the Gap between Research and Practice</em>, 168-180.<br />
Hess, A. K., &amp; Schubert, I. (2019): Functional perceptions, barriers, and demographics concerning e-cargo bike sharing in Switzerland. <em>Transportation Research Part D: Transport and Environment</em>, <em>71</em>, 153-168, <a href="https://doi.org/10.1016/j.trd.2018.12.013%20">https://doi.org/10.1016/j.trd.2018.12.013</a>. <span class='returnkey'><a href='#markerref-1920-2'>&#8629;</a></span></li>
</ol>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Wenn das Fahrrad Möglichkeitsräume eröffnet – der Verein #BIKEYGEES e. V.</title>
		<link>https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wenn-das-fahrrad-moeglichkeitsraeume-eroeffnet-der-verein-bikeygees-e-v/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elena Abt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2019 10:47:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Teilhabe]]></category>
		<category><![CDATA[Capability Approach]]></category>
		<category><![CDATA[Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltgerechtigkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/?p=905</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn das Fahrrad Möglichkeitsräume eröffnet – der Verein #BIKEYGEES e. V.  Der Berliner Verein #BIKEYGEES e.V. setzt auf das Empowerment von (geflüchteten) Frauen: durch Radfahrtrainings helfen die Ehrenamtlichen den Frauen, mobiler zu werden – und schaffen damit die Voraussetzung für Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Seit drei Jahren gibt es die #BIKEYGEES.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-4 hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:0px;padding-right:40px;padding-bottom:0px;padding-left:40px;margin-bottom: 0px;margin-top: 0px;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#eae9e9;border-style:solid;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-3 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last fusion-column-no-min-height" style="margin-top:0px;margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><style type="text/css"></style><div class="fusion-title title fusion-title-2 sep-underline sep-solid fusion-title-text fusion-title-size-one" style="border-bottom-color:#e0dede;margin-top:40px;margin-right:0px;margin-bottom:15px;margin-left:0px;"><h1 class="title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:34;line-height:1.4;"><h1><b>Wenn das Fahrrad Möglichkeitsräume eröffnet – der Verein #BIKEYGEES e. V.</b></h1></h1></div><div class="fusion-text fusion-text-7"><p>Der Berliner Verein #BIKEYGEES e.V. setzt auf das Empowerment von (geflüchteten) Frauen: durch Radfahrtrainings helfen die Ehrenamtlichen den Frauen, mobiler zu werden – und schaffen damit die Voraussetzung für Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.</p>
<p>Seit drei Jahren gibt es die #BIKEYGEES. Im Herbst 2015 fingen Annette Krüger und Anne Seebach damit an, geflüchteten Frauen in einer Berliner Notunterkunft das Radfahren beizubringen. Diese Idee stieß auf großes Interesse: „Die Resonanz war wirklich enorm, da haben wir gemerkt, dass es ja ein Wespennest ist, in das wir gestochen haben“, berichtet Annette Krüger rückblickend.<sup class='footnote'><a href='#marker-905-1' id='markerref-905-1' onclick='return footnotation_show(905)'>1</a></sup> Die Rückmeldungen bestärkten die Initiatorinnen in ihrem Tun, woraufhin sie im Jahr 2016 den #BIKEYGEES e.V. gründeten und als gemeinnützigen Verein für Bildungs- und Kulturarbeit anmeldeten. Mittlerweile ist der Verein Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbands und hat sich in Berlin zu einer Anlaufstelle für Frauen etabliert. Frauen und Mädchen mit und ohne Fluchterfahrung können an kostenlosen Radfahrtrainings teilnehmen, wobei neben den praktischen &#8218;Fahrskills&#8216; auch theoretischer Verkehrsunterricht in verschiedenen Sprachen angeboten wird. Zudem lernen die Frauen Selbsthilfe-Grundlagen, um ihr Fahrrad selbst instandzuhalten.<sup class='footnote'><a href='#marker-905-2' id='markerref-905-2' onclick='return footnotation_show(905)'>2</a></sup><span class="Apple-converted-space"><br />
</span></p>
<h2>„Einfach machen“: Die Strategie der #BIKEYGEES</h2>
<p>Das Angebot ist bewusst niedrigschwellig: unter dem Motto „Einfach machen“ kommen Frauen und Mädchen unterschiedlicher Herkunft und Religion, unabhängig von Status und Fluchterfahrung, zusammen und helfen sich gegenseitig. Viele der über 500 ehemaligen Teilnehmerinnen fungieren als Multiplikatorinnen: Sie führen selbstständig Trainings durch und geben ihr Wissen direkt weiter.<sup class='footnote'><a href='#marker-905-3' id='markerref-905-3' onclick='return footnotation_show(905)'>3</a></sup> „Wir wollen einfach, dass die Frauen wachsen können, Fahrrad fahren können und sich unabhängig bewegen können“, sagt Annette Krüger.<sup class='footnote'><a href='#marker-905-1' id='markerref-905-1' onclick='return footnotation_show(905)'>1</a></sup> Durch die #BIKEYGEES wird den Teilnehmerinnen selbstständige Mobilität ermöglicht. Fahrradfahren verbindet und gibt Selbstvertrauen. Nach nur einem Übungstag kann bereits eine spürbare und sichtbare Veränderung der Lebensrealität der Frauen erreicht werden. Die Fähigkeit, sich selbstbestimmt auf dem Rad zu bewegen, verschafft ihnen ein unmittelbares Erfolgserlebnis.</p>
</div><div class="fusion-image-carousel fusion-image-carousel-auto fusion-image-carousel-2 lightbox-enabled" id="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1.jpg"><div class="fusion-carousel" data-autoplay="no" data-columns="2" data-itemmargin="13" data-itemwidth="180" data-touchscroll="no" data-imagesize="auto"><div class="fusion-carousel-positioner"><ul class="fusion-carousel-holder"><li class="fusion-carousel-item"><div class="fusion-carousel-item-wrapper"><div class="fusion-image-wrapper hover-type-liftup"><a data-rel="iLightbox[image_carousel_2]" data-title="frauentreff_hohensch1" aria-label="frauentreff_hohensch1" href="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1-300x183.jpg" target="_self"><img decoding="async" width="960" height="585" src="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1.jpg" class="attachment-full size-full wp-image-910" alt="" srcset="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1-200x122.jpg 200w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1-300x183.jpg 300w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1-400x244.jpg 400w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1-600x366.jpg 600w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1-768x468.jpg 768w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1-800x488.jpg 800w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1.jpg 960w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></a></div></div></li></ul></div></div></div><div class="fusion-text fusion-text-8"><h2>Fahrradfahren ist mehr als Mobilität</h2>
<p>Das Projekt #BIKEYGEES lässt sich dem Befähigungsansatz des Capability Approach zuordnen, der auf den Ökonomen Amartya Sen zurückgeht und von der Philosophin Martha Nussbaum weiterentwickelt wurde. Armut und Reichtum messen sie nicht nur an der Verteilung von Gütern, sondern an den allgemeinen und individuellen Verwirklichungschancen eines Menschen.<sup class='footnote'><a href='#marker-905-5' id='markerref-905-5' onclick='return footnotation_show(905)'>5</a></sup> Dieser gerechtigkeitstheoretische Ansatz verbindet das Streben nach individueller Entfaltung mit dem Streben nach gesellschaftlicher Veränderung. Dabei ist Mobilität ein wesentlicher Faktor, um soziale Interaktion zu ermöglichen. Bei der Bottom-Up-Initiative #BIKEYGEES befähigen die Trainerinnen die Frauen, ihre Mobilität eigenständig zu gestalten zu und eröffnen ihnen Möglichkeitsräume. Die Frauen können selbstverantwortlich über ihre Mobilität entscheiden. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, um strukturellen Benachteiligungen entgegenzuwirken.</p>
</div><div class="fusion-image-carousel fusion-image-carousel-auto fusion-image-carousel-3 lightbox-enabled" id="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch1.jpg"><div class="fusion-carousel" data-autoplay="no" data-columns="2" data-itemmargin="13" data-itemwidth="180" data-touchscroll="no" data-imagesize="auto"><div class="fusion-carousel-positioner"><ul class="fusion-carousel-holder"><li class="fusion-carousel-item"><div class="fusion-carousel-item-wrapper"><div class="fusion-image-wrapper hover-type-liftup"><a data-rel="iLightbox[image_carousel_3]" data-title="frauentreff_hohensch2" aria-label="frauentreff_hohensch2" href="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2-300x115.jpg" target="_self"><img decoding="async" width="952" height="366" src="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2.jpg" class="attachment-full size-full wp-image-911" alt="" srcset="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2-200x77.jpg 200w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2-300x115.jpg 300w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2-400x154.jpg 400w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2-600x231.jpg 600w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2-768x295.jpg 768w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2-800x308.jpg 800w, https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2019/03/frauentreff_hohensch2.jpg 952w" sizes="(max-width: 952px) 100vw, 952px" /></a></div></div></li></ul></div></div></div><div class="fusion-text fusion-text-9"><h2>„Jede Frau sollte Fahrrad fahren können. Und dürfen.“</h2>
<p>Bisher hat der Verein 597 Frauen und Mädchen aufs Rad gebracht, 87 Trainings durchgeführt und 164 Fahrrad-Sets – ein gebrauchtes Fahrrad, ein Helm, ein Schloss – an Absolventinnen ausgehändigt. Zudem wurden den #BIKEYGEES zahlreiche Auszeichnungen verliehen, u.a. der Deutsche Fahrradpreis 2018.<sup class='footnote'><a href='#marker-905-2' id='markerref-905-2' onclick='return footnotation_show(905)'>2</a></sup> Mit Hilfe von Fördermitteln der Deutschen Fernsehlotterie werden seit Februar 2019 auch in den Berliner Randgebieten Marzahn/Hohenschönhausen Trainings durchgeführt und begleitende Integrationstouren zum Vernetzen angeboten. „Das Fahrrad ist ein gutes Vehikel, um Menschen aller Herkunft und politischer Grundeinstellung zusammen zu bringen und gegebenenfalls Ressentiments abzubauen.“<sup class='footnote'><a href='#marker-905-1' id='markerref-905-1' onclick='return footnotation_show(905)'>1</a></sup></p>
<p>Trotz dieser Erfolge ist die Finanzierung<span class="Apple-converted-space">  </span>nach wie vor nicht gesichert: Der Fortbestand des Projekts ist abhängig von finanziellen Fördermitteln und gespendeten Fahrrädern, das Team von #BIKEYGEES engagiert sich größtenteils ehrenamtlich. Dabei leistet der Verein einen wichtigen Beitrag, um mobilitätsbezogener Exklusion und zugleich der zunehmenden Spaltung der Bevölkerung entgegenzuwirken. Das interkulturelle Berliner Projekt zeigt: Es bedarf manchmal nur einfacher Mittel, um den Mobilitätsalltag von Menschen nachhaltig zu verändern. Denn, um es mit den Worten der #BIKEYGEES zu sagen: „Jede Frau auf der Welt sollte Fahrrad fahren können. Und dürfen.“<sup class='footnote'><a href='#marker-905-1' id='markerref-905-1' onclick='return footnotation_show(905)'>1</a></sup></p>
</div><div class="fusion-video fusion-youtube" style="max-width:600px;max-height:360px;"><div class="video-shortcode"><iframe title="YouTube video player 1" src="https://www.youtube.com/embed/a7IGxNfoSvs?wmode=transparent&autoplay=0" width="600" height="360" allowfullscreen allow="autoplay; fullscreen"></iframe></div></div><div class="fusion-text fusion-text-10"><p>&nbsp;</p>
<p>Die kostenlosen Fahrtrainings finden in Berlin Kreuzberg und in Hohenschönhausen/Marzahn statt. Aktuelle Termine und Aktionen unter: <a href="http://bikeygees.org/de/">http://bikeygees.org/de/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-11"><div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img decoding="async" src="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wp-content/uploads/2018/04/ElenaA_SW.png" width="100"  height="100" alt="Elena Abt" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/author/elena/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Elena Abt</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p>Studentische Hilfskraft am Fachgebiet für integrierte Verkehrsplanung an der TU Berlin, Mitarbeiterin im Projekt MobileInclusion.<br />
Arbeitsschwerpunkte: Qualitative Analysen sozialer Ausgrenzung, Öffentlichkeitsarbeit.</p>
</div></div><div class="saboxplugin-web "><a href="https://www.ivp.tu-berlin.de/menue/home/" target="_self" >www.ivp.tu-berlin.de/menue/home/</a></div><div class="clearfix"></div></div></div>
</div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-5 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;margin-bottom: 0px;margin-top: 0px;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#eae9e9;border-style:solid;" ></div><div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-6 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="background-color: rgba(255,255,255,0);background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;margin-bottom: 0px;margin-top: 0px;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#eae9e9;border-style:solid;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-4 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="margin-top:0px;margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy" style="background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;"><div class="fusion-text fusion-text-12"></div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div></p>
<div class="credits-overlay" style="background-color:#ffffff" data-target=".wp-image-906">Photo: <a href="" target="_blank">#BIKEYGEES e.V.</a> | <a href="">CC-Lizenz BY_SA</a></div>
<div class='footnotes' id='footnotes-905'>
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<li id='marker-905-1'> Unveröffentlichte Interviewpassage mit Annette Krüger erhoben von Stephan Daubitz im Rahmen des Forschungsprojekts „MobileInclusion“ <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-1'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-905-2'> #BIKEYGEES e.V. (Hg.) (o.J.): About Bikeygees e.V. Berlin. Online verfügbar unter: http://bikeygees.org/de/ <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-2'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-905-3'> #BIKEYGEES e.V. (Hg.) (2019): Bikeygees e.V. Berlin. Radfahrtraining für geflüchtete Frauen. Online verfügbar unter: http://bikeygees.org/wp-content/uploads/2019/01/2019-JAN-BIKEYGEES-min.pdf <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-3'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-905-4'> Unveröffentlichte Interviewpassage mit Annette Krüger erhoben von Stephan Daubitz im Rahmen des Forschungsprojekts „MobileInclusion“ <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-4'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-905-5'> Comim, Flavio; Qizilbash, Mozaffar; Alkire, Sabina (Hg.) (2008): The Capability Approach. Concepts, Measures and Applications. Cambridge: Cambridge University Press. Online verfügbar unter https://doi.org/10.1017/CBO9780511492587 <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-5'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-905-6'> #BIKEYGEES e.V. (Hg.) (o.J.): About Bikeygees e.V. Berlin. Online verfügbar unter: http://bikeygees.org/de/ <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-6'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-905-7'> Unveröffentlichte Interviewpassage mit Annette Krüger erhoben von Stephan Daubitz im Rahmen des Forschungsprojekts „MobileInclusion“ <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-7'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-905-8'> Unveröffentlichte Interviewpassage mit Annette Krüger erhoben von Stephan Daubitz im Rahmen des Forschungsprojekts „MobileInclusion“ <span class='returnkey'><a href='#markerref-905-8'>&#8629;</a></span></li>
</ol>
</div>
<p>The post <a href="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi/wenn-das-fahrrad-moeglichkeitsraeume-eroeffnet-der-verein-bikeygees-e-v/">Wenn das Fahrrad Möglichkeitsräume eröffnet – der Verein #BIKEYGEES e. V.</a> appeared first on <a href="https://mobileinclusion.projects.tu-berlin.de/mi">MobileInclusion</a>.</p>
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